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Heilmittel Weihrauch

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Die unbefriedigenden Ergebnisse der Schulmedizin in Bezug auf die Behandlung der Arthrose lassen die Suche nach alternativen Heilmethoden attraktiv erscheinen. Dies gilt nicht zuletzt aufgrund des wenig ambitionierten Anspruchs der Schulmedizin, den Verlauf der als chronisch angesehenen Gelenkerkrankung nur aufhalten, aber nicht umkehren zu können. Eines dieser Heilmittel, das als Therapie gegen Arthrose in den letzten Jahren rege diskutiert wurde, ist Weihrauch, das in der traditionellen indischen Heilkunde Ayurveda seit ca. 5000 Jahren gegen Gelenkerkrankungen verwendet wird. Was hat es also mit Weihrauch gegen Arthrose auf sich?

Wie der Weihrauch gewonnen wird

Weihrauch wird dem Harz des Boswelliabaums entnommen, einem Balsambaumgewächs, das in Arabien, Afrika und Indien gedeiht. Um Weihrauch zu gewinnen, wird die Rinde aufgeschnitten, wodurch die klebrige Flüssigkeit des Harzes zum Vorschein kommt. Diese wird nun eingesammelt und getrocknet, wodurch die wertvollen Inhaltsstoffe zur Verfügung stehen. Mehr zur Weihrauch Wirkung bei Arthrose lesen Sie unter diesem Link.

Einer der wertvollsten Stoffe der Antike

Weihrauch war im Altertum auch jenseits von Indien einer der wertvollsten Stoffe überhaupt. Bekannt ist zum Beispiel mit der Weihrauchstraße eine der ältesten vorantiken Handelsrouten überhaupt. Die Araber versorgten die Bewohner der Mittelmeerregion mit dem luftgetrockneten Gummiharz, die den Stoff schnell zu schätzen begannen und ihn unter anderem als Salbe bei Gelenkschmerzen nutzten. Es ist kein Zufall, dass das Jesuskind als Geschenke von den heiligen drei Königen mit Gold, Myrrhe und Weihrauch die drei wertvollsten Stoffe der Antike überreicht bekam. Für Hippokrates gehörte Weihrauch zu den wichtigsten Heilstoffen und im Mittelalter setzte unter anderem die berühmte Heilerin Hildegard von Bingen diese Tradition fort.

Die Wirkung von Weihrauch

Weihrauch wirkt antiphlogistisch (entzündungshemmend) und analgetisch (schmerzstillend). Dadurch ist Weihrauch nicht nur gegen die Arthrose, sondern auch gegen die Gelenkerkrankung Arthritis interessant, die mit entzündlichen Prozessen einhergeht. Bei Asthma wiederum spielen Entzündungen an den Bronchien eine Rolle. Wichtig für den Heilungsprozess sind die im Weihrauch enthaltenen Boswelliasäuren wie die Lupansäuren, Robursäuren und Amyrin.

Wissenschaftler wiesen nach, dass diese Säuren eine hemmende Wirkung gegen die Produktion von Leukotrienen, Zytokinen und Prostaglandinen entfalten, die jeweils zur Verbreitung von Entzündungen beitragen. Zudem besteht Weihrauch zu 10 % aus ätherischen Ölen und damit aus der Substanz, mit dem sich der Baum gegen Bakterienbefall schützt. Außerdem konnte ein Zusammenspiel der Boswelliasäuren mit verschiedenen Proteinen entschlüsselt werden, die an Entzündungen beteiligt sind. Bedeutsam ist vor allem die Interaktion mit einem Enzym, das Prostaglandin E2 synthetisiert und das in der Medizin als entzündungshemmend bekannt ist.

Ergebnisse von Studien

In Versuchen wurde Weihrauch bereits an Zellen, Tieren und Menschen getestet. Zellkulturversuche zeigten eine Dämpfung von Entzündungen durch Weihrauch. Bei Mäusen und Ratten klangen Schwellungen an den Pfoten und Entzündungen im Bereich des Bauches durch Weihrauch ab. Bedeutsam sind vor allem vier indische Versuche an kleineren Patientenkohorten, die bei Arthrose eine moderat heilende Wirkung ergaben. Der Wert dieser Studienergebnisse ist umstritten.

Wie kann ich Weihrauch einnehmen?

Weihrauch ist in Deutschland bislang nicht als offizielles Medikament anerkannt. Es kann aber als Supplement oder homöopathisches Heilmittel erworben werden und wird als Kapsel eingenommen. Experten schlagen eine Dosis bis drei Dosen am Tag vor. Die Kapseln werden kurz vor dem Essen mit einem Glas Wasser eingenommen. Die Menge von 400 mg sollte pro Tag nicht überschritten werden. Vorsicht ist allerdings vor schädlichen Inhaltsstoffen geboten. Vor allem bei Weihrauchextrakten aus Indien wurden teilweise erhöhte Bleiwerte festgestellt.

Fazit: Ist Weihrauch eine Alternative als Heilmittel gegen Arthrose?

Vor allem die vier Studien zeigen klar, dass Weihrauch bei Arthrose kein Allheilmittel ist. Auf der anderen Seite besitzt Weihrauch allerdings ein günstiges Nebenwirkungsprofil, und die moderaten Erfolge bei der Behandlung von Schmerzpatienten durch Weihrauch weisen darauf hin, dass sich Patienten durchaus Hoffnungen auf eine Linderung ihrer Beschwerden und auf ein Zurückdrängen ihrer Entzündungen machen können.