E-Roller werden wieder beliebter

E-Scooter wurden neuerdings durch ein Gesetz der Bundesregierung erlaubt. Damit beginnt eine neue Zeitwende der Mobilität. Der Markt wird dominiert von Verleihern und Verkäufern. Nebenbei gibt es aber noch die klassischen E-Roller, die scheinbar vergessen worden sind.

Kommen wir aber erstmal zu den E-Scootern. Das ist der neue Hype schlechthin. Seit Mitte Juni können die E-Scooter auch auf der Straße gefahren werden. Miet-Services wie Lime und Circ sind direkt in den Markt gestoßen und dominieren die Großstädte.

Mittels einer App können die Kunden den E-Sccoter zum fahren bringen. Pauschal werden ein Euro verlangt, dann wird je Minute 20 Cent berechnet. Civity hat laut einer Marktforschung mit 3.000 Rollern die meisten Roller in Deutschland verteilt, aber die kalifornische Marke Lime folgt bereits mit 1.300 Rollern und wird den Vorsprung scheinbar auch einholen.

Dabei bleiben die Elektroroller im klassischen Design weitestgehend ignoriert. Wodurch kommt der Sinneswandel?

Umweltbewusster Fahrspaß

E-Roller hatten ihre Zeit und der Fahrspaß ist durch die elektronische Motortechnik einmalig. Neben den zahlreichen NoName-Anbietern die insbesondere im asiatischen Markt stark sind, haben sich auch deutsche Hersteller am Phänomen beteiligt.

Wie ein gewöhnlicher Roller wird ein E-Roller ganz normal beim Händler gekauft. Hierbei hat der Kunde eine Auswahl an verschiedenen Marken, die sich nur hinsichtlich der Akkugröße unterscheiden. Eventuell gibt es auch die ein oder andere Ausnahme mit mehr Ausstattung.

Im Punkto Ausstattung geht es heiß her. Vor allem die Marken aus Asien punkten mit neusten Innovationen, während die traditionellen Hersteller scheinbar den Markt so langsam aufgegeben haben. Die Marke NIU hat mit den N1S einen besonders interessantes Gefährt auf den Markt gebracht.

Der Elektroroller besitzt einen Bosch-Motor mit einem sehr leistungsstarken Li-Ionen-Akku welcher abgerundet wird mit der Rekuperation-Technologie zur Energierückgewinnung während der Fahrt, die aus den E-Autos bereits bekannt ist.

Der Roller kann außerdem mit der Cloud kommunizieren und so erhält der Nutzer stets die neusten Informationen auf sein Smartphone. Konkret geht es um ein Fahrverhalten, Diagnostik des Systems, Stromversorgung und Diebstahlalarm. Hierfür stehen Apps für iOS und Android bereit. In einem eRoller Test Überblick wurde dieses Thema durchleuchtet.

„Alle E-Roller sind hässlich!“

Tatsächlich gab es auf dem Markt längst keine ansehnlichen E-Roller. Der Wandel hat sich aber bereits vollzogen und so kam es, dass die Hersteller immer mehr Wert auf ein hübsches Design legen. Die Marke Hawk hat als erste Marke ein sportliches Design gewagt.

Der Hawk 3000 hat ein so kantiges Design, dass er in erster Linie eher an ein Motorrad erinnert, als an einen E-Roller. Der Motor ist mit einer konstanten Motorleistung von 2.000 Watt durchaus tark. Allerdings hat der Roller im Vergleich eine eher geringere Reichweite. Die 60 Kilometer reichen jedoch für die Stadt allemal. Der Vorteil ist, dass der Akku herausnehmbar ist und direkt getauscht werden kann. Ein weiterer Akku kostet allerdings 800 Euro.

„E-Roller sind ziemlich teuer!“

Im Durchschnitt kostet ein E-Roller etwa 2.000 Euro. Der Rolektro Retro-Light 40, der tatsächlich historische Beleuchtung im Design integriert hat, ist im Vergleich sehr günstig — knapp 1.000 Euro. Allerdings muss der Käufer auch einige Abstriche hinnehmen.

Tatsächlich schafft der E-Roller nur 40 km/h, während andere Roller bis 45 km/h fahren. Die Motorleistung liegt ebenfalls bei nur 1200 W und mit einer maximalen Reichweite von 60 Kilometern kann bestimmt niemand beeindruckt werden.

Gespart wird aber nicht nur an den technischen Dingen, anstatt der bekannten und bewährten Li-Ionen-Technologie wird auf ein 20 Ah Blei-Akku gesetzt.